Die Einschulung ist geschafft, die ersten Schulwochen liegen hinter uns und hoffentlich hat sich der neue Alltag gut eingespielt. Nun stehen auch schon fast die Herbstferien vor der Tür. Das herbstliche Wetter hat Einzug gehalten, und das macht sich nicht nur auf dem Schulweg bemerkbar: Die Tage werden kürzer, es wird ungemütlicher und die ersten Erkältungswellen rollen an.
In der Schule ist dieser Übergang spannend zu beobachten: Manche Kinder kommen noch in Sommerkleidung, andere sind bereits „winterfest“ eingepackt. Grundsätzlich spüren Kinder meist gut, ob ihnen warm oder kalt ist. Was sie jedoch oft noch nicht einschätzen können, ist der Wetterumschwung – dass der Wind plötzlich frisch weht oder der Regen so kalt ist, dass die dünne Jacke nicht mehr ausreicht.
Hier ist ein kleiner Herbst-Impuls, der Ihnen und Ihrem Kind hilft, gut durch die nasse Jahreszeit zu kommen:
Sicher und trocken ankommen
Der Weg zur Schule und der Aufenthalt auf dem Schulhof verändern sich im Herbst drastisch. Hier ein paar Tipps:
- Sichtbarkeit verbessern: Im Dunkeln oder bei Nebel werden Kinder im Straßenverkehr schnell übersehen. Bringen Sie Reflektoren am Schulranzen an und achten Sie beim Kauf von Jacken auf integrierte reflektierende Details. Auch eine neongelbe Sicherheitsweste, reflektierende Schnappbänder oder kleine Blinkis erhöhen die Sicherheit enorm.
- Sicherheit am Rad: Falls Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule fährt, ist Sichtbarkeit das A und O. Reflektierende Helme oder zusätzliche Leuchtelemente am Rad sind absolut ratsam, da sie deutlich besser wahrgenommen werden als dunkle Ausrüstung.
- Pfützentaugliches Schuhwerk: Prüfen Sie das Schuhwerk Ihres Kindes. Sind die Schuhe wirklich wasserfest? Kinder achten auf dem Pausenhof nicht immer auf Pfützen – sie rennen einfach hindurch oder spielen Fußball auf der nassen Wiese. Ein Paar Wechselsocken im Ranzen können Wunder wirken, damit Ihr Kind nicht mit nassen Füßen im Unterricht sitzen muss. Achten Sie zudem darauf, dass die Schuhe praktisch sind und Ihr Kind sie selbstständig an- und ausziehen kann (Klettverschluss schlägt Schnürsenkel!).
- Der Zwiebellook: Das bewährte Prinzip aus dem Kindergarten gilt auch in der Schule. Morgens ist es kühl, nachmittags oft mild. Im Zwiebellook kann Ihr Kind flexibel auf die Temperaturen reagieren.
- Taschentuch-Depot: Die erste Schnupfnase ist oft schon im Anmarsch. Richten Sie einen festen Platz im Ranzen ein, an dem die Taschentücher immer griffbereit sind. Prüfen Sie das Fach täglich auf Nachschub und üben Sie zu Hause spielerisch das Naseputzen und ganz wichtig – das regelmäßige Händewaschen.
Immunbooster für die Brotdose
Die Schule fordert viel Konzentration und Energie, besonders wenn das Immunsystem gleichzeitig gegen Viren kämpft. Achten Sie neben dem belegten Brot auf „herbstliche Vitaminbomben“:
- Obst & Gemüse: Äpfel, Birnen und Möhren sind perfekte Snacks. Auch wenn sie nicht regional sind, liefern Mandarinen, Orangen und Kiwis eine Extraportion Vitamin C für das Immunsystem.
- Power-Extras: Haferflocken, Kürbiskerne und Cashews sind tolle Ergänzungen in der Brotdose. Sie liefern wertvolle Energie und versorgen Ihr Kind zusätzlich mit Zink.
Eltern-Vorsorge-Check
Neben dem Auffüllen der Hausapotheke lohnt es sich, einen kleinen „Notfall-Plan“ für Betreuungssituationen zu schmieden. Oft werden Kinder über Nacht krank und morgens ist schnelles Handeln gefragt. Es beruhigt enorm, wenn folgende Punkte vorab geklärt sind:
- Wer kann im Ernstfall kurzfristig ins Homeoffice?
- Wie können die Kinderkrankentage zwischen den Elternteilen aufgeteilt werden?
- Gibt es ein Netzwerk aus Großeltern oder Freunden, das im Notfall einspringen kann?
Wenn Sie diese Dinge vorher klären, nehmen Sie sich selbst den Stress, sobald der erste Infekt tatsächlich auftritt.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Schulkind eine bunte, entspannte und vor allem gesunde Herbstzeit. Kommen Sie gut durch die kommenden Wochen!